Ukraine: Wie und wo helfen?

Von Tag zu Tag kommen mehr Geflüchtete aus der Ukraine in Hamburg an. Am Donnerstagabend (3.3.) waren bereits 410 Menschen durch das Ankunftszentrum erfasst worden. Da Menschen aus der Ukraine visafrei einreisen dürfen und häufig auch Menschen hier kennen (und deswegen nach Hamburg kommen), ist davon auszugehen, dass nicht alle Menschen, die in der letzten Woche nach Hamburg gekommen sind, auch bereits erfasst wurden. So bevorzugen von den 410 Menschen 215 Personen die Unterbringung bei Verwandten oder Bekannten. Die Zahlen werden in den nächsten Tagen also sicherlich noch steigen. Und wenn der Krieg kein baldiges Ende nehmen wird, werden wahrscheinlich noch mehr Menschen Schutz in der EU suchen – den sie hier natürlich vollumfänglich bekommen. Das ist das Mindeste, was wir tun können. Die EU-Staaten haben (erstmalig) eine Regelung zum „massenhaften Zustrom“ aktiviert, so dass Ukrainer*innen direkt einen Aufenthaltsstatus und eine Arbeitserlaubnis sowie Zugang zu Sozialleistungen erhalten, ohne durch ein langwieriges Asylverfahren zu müssen.

Viele Menschen engagieren sich gerade für Geflüchtete aus der Ukraine, das freut mich mehr! Wichtig ist, dass wir hier auch mittel- und langfristig denken, denn der Hilfebedarf in Hamburg wird absehbar eher zu- als abnehmen. Manchmal ist es daher gut, seine Energie nicht kurzfristig aufzubrauchen, sondern auch mit sich selber und den eigenen Emotionen sorgsam umzugehen.

Wer sich noch unsicher ist, wie am besten geholfen werden kann, findet hier weitere Informationen. Danke an unseren fluchtpolitischen Sprecher Michael Gwosdz für die Zusammenstellung! Diese Übersicht wird laufend aktualisiert, Anregungen dafür könnt ihr auch gerne einsenden.

Auch die Stadt eine Übersichtsseite geschaltet, in der ihr euch informieren könnt: https://www.hamburg.de/ukraine Konkret zu Möglichkeiten sich freiwillig zu engagieren, gibt es auch eine Übersichtsseite: https://www.hamburg.de/faq-engagement/



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