Gleichstellungsmonitor – Engels: „Den Finger in die Wunde legen“

Der Hamburger Gleichstellungsmonitor ist seit heute online. Er bietet anhand von Zahlen, Daten, Fakten ein umfassendes Bild über den Grad der Gleichstellung von Frauen in Hamburg. Die gesammelte Datenlage macht schwarz auf weiß deutlich, wo wir mehr tun müssen, um Gleichstellung zu erreichen. Der Hamburger Gleichstellungsmonitor geht auf ein bürgerschaftlichen Ersuchen der Regierungsfraktionen zurück.

Dazu Mareike Engels, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion:

„Vor effektiven und sinnvollen Maßnahme steht immer eine Analyse des Problems. Mit Blick auf die Gleichstellung ist Hamburg vorangegangen und etabliert ein Monitoringsystem, um anhand von umfangreichen Daten ein Bild über den Stand der Gleichstellung zu erlangen. Erstmals können wir mit dem vorliegenden Gleichstellungsmonitor herausfinden, wo genau in Hamburg die Gleichstellung im Argen liegt und den Finger in die Wunden legen: Lohnungleichheit, psychische Gesundheit, oder der Umstand, dass Frauen immer noch den Löwenanteil der unbezahlten Familienarbeit leisten und das bei gleichbleibender Armutsgefahr. All das und viel mehr können wir nun detailliert in den Blick nehmen und sogar quartiersbezogene Lösungswege entwickeln.
Besonders auffällig bei der Durchsicht des Gleichstellungsmonitors ist auch die geringe politische Partizipation von Frauen. Dies zeigt nochmals, wie wichtig ein Parité-Gesetz wäre.
Ich bin sehr gespannt auf die parlamentarische Beratung und darauf, wie die einzelnen Fraktionen die Gleichstellung von Frauen in Hamburg tatsächlich voranbringen wollen. Auch diese Frage muss meiner Ansicht nach Thema im Ideenwettbewerb zur Bürgerschaftswahl sein – damit wir endlich Geschlechtergerechtigkeit erreichen. Denn die Hälfte der Macht für Frauen ist eine elementare Gerechtigkeitsfrage.“



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