Bewerbung um Platz 5 auf der Landesliste zur Bürgerschaftswahl 2015

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Moin, Moin, ihr Lieben,
mit 15 Jahren habe ich meine erste Demo angemeldet und gemeinsam mit anderen Schüler_innen gegen Atomkraft und gegen den Castor-Transport demonstriert. Damals wurde mir klar, wie wichtig es ist, meine Stimme zu erheben und gemeinsam mit anderen für meine Anliegen einzutreten.
Heute erhebe ich meine Stimme für Studierende, die im Hörsaal auf der Treppe sitzen. Für Frauen, die im Frauenhaus bleiben müssen, weil sie keine bezahlbare Wohnung finden. Und für Flüchtlinge, die nach langen Strapazen ein neues Zuhause und Perspektiven brauchen.
Ich bin überzeugt: Hamburg muss es sich leisten, Rücksicht auf die Bedürfnisse aller Menschen dieser Stadt zu nehmen.
Stadt der Solidarität
In den letzten Monaten habe ich mit vielen Menschen in Hamburg gesprochen. In den Stadtteilen, an der Uni und in Frauenverbänden, in Beratungsstellen, in Flüchtlingsunterkünften und in Jugendeinrichtungen. Es ist falsch, den sozialen Problemen in der Stadt mit Ausschluss, Stigmatisierung oder mit Kürzungen zu begegnen. Wir müssen im Dialog nach Lösungen suchen, wenn wir wollen, dass Hamburg zusammenhält.
In einer solidarischen Stadt ist Platz für alle. Dies ist eine Botschaft, die mit Handeln unterlegt werden muss, wenn wir Flüchtlingen ein neues Zuhause bieten wollen. Dazu gehören angemessene Unterbringungen, eine Willkommenskultur in den Stadtteilen sowie eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt. Viele Menschen engagieren sich für die Flüchtlinge in ihrer Nachbarschaft. Doch es gibt auch Gegenwind und die Politik tut zu wenig um das Engagement zu fördern und den Dialog zu stärken. Der SPD-Senat tut auch zu wenig, um zu verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren und aus ihren Stadtteilen verdrängt werden. Die Mieten steigen, es fehlt bezahlbarer Wohnraum, es fehlen Sozialwohnungen. Während schicke Neubauwohnungen für Besserverdienende gebaut werden, nehmen die Einkommensunterschiede in Hamburg zu. Dabei geraten die Menschen am unteren Ende der Einkommensskala in Vergessenheit.
Immer mehr Menschen sind trotz Arbeit arm. Von der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Stadt profitieren zu wenige. Besonders armutsgefährdet sind Alleinerziehende, ihre Kinder und ältere Frauen. Als Stadt müssen wir uns ihrer Sorgen annehmen und ihre Situation verbessern. Dabei gilt: Wer für diese Menschen eine Stimme im Parlament sein möchte, muss ihnen zuhören und nicht über sie hinweg regieren.
Stadt der Zukunft
Anfang des Monats haben wir als GRÜNE JUGEND mit Studierenden an der Universität in einer Kneipendiskussion über ihre Lage gesprochen. Ihre Wünsche nach einer besseren Lehre und nach mehr Freiheiten im Studium, ihre Sorgen um die Studienfinanzierung und Anschlussperspektiven, nehme ich ernst. Die Stadt muss sich stärker um die Hochschulen kümmern und gesellschaftskritische sowie innovative Forschung fördern. Junge Menschen sollten das Studium ihrer Wahl aufnehmen können, gute Betreuung und Lehre vorfinden und die Möglichkeit haben, an ihren Bachelor einen Master anzuschließen. Ihre kritischen Stimmen brauchen wir in unserer Gesellschaft, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.
Dem SPD-Senat sind die Hochschulen und Forschung egal. Das sieht man schon an seiner Entscheidung, die BAföG-Millionen, die die Stadt durch die komplette Übernahme des BAföGs durch den Bund spart, zu keinem Cent in die Hochschulen zu stecken.
Ein Schlüssel zu mehr sozialer Gerechtigkeit und zu Wohlstand, an dem alle teilhaben können, ist die Bildung. Noch immer hängt der Bildungserfolg stark von der sozialen Herkunft ab. Hier dürfen wir nicht locker lassen und sollten weiterhin für mehr Gerechtigkeit streiten.
Gute Bildung fängt bei den Kleinsten an. Doch von guter Bildung in der Kita kann keine Rede sein, wenn noch nicht mal eine adäquate Betreuung gewährleistet wird. Schritt für Schritt müssen wir daher den Betreuungsschlüssel – allen voran im Krippenbereich – ausbauen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken muss der Beruf der Erzieher_in attraktiver werden. Neben weniger Stress und Belastung werden wir über kurz oder lang für eine angemessenere Bezahlung sorgen müssen – auch um (Alters-) Armut der Beschäftigten vorzubeugen. Wie dies trotz Schuldenbremse realisierbar sein wird, ist eine Herausforderung, die ich in den nächsten Jahren angehen möchte.
Stadt der Vielfalt
In den vergangenen Monaten haben viele Menschen in Deutschland die AfD gewählt. Das ärgert mich. Diese Partei bietet Leuten eine Heimat, die gegen „Genderwahn“ hetzen, sexuelle Vielfalt aus der Öffentlichkeit verbannen wollen und Flücht-lingen und Verfolgten ihre Menschenrechte verwehren. Ich kämpfe für eine emanzipatorische und feministische Politik, die auf Selbstbestimmung für jede Einzelne und jeden Einzelnen setzt. Die AfD steht gegen alles, was grün ist. Als GRÜNE sollten wir uns im Wahlkampf stark gegen die AfD positionieren und ihnen klare Kante bieten. Ich sage: Keine Rechtspopulist_innen in die Bürgerschaft!
Ich möchte eine Stimme gegen den Stillstand in unserer Stadt sein. Die übermächtige SPD strebt schon wieder nach der absoluten Mehrheit. Für eine verantwortungsbewusste Klimapolitik und eine Politik, die sich um den sozialen Zusammenhalt die Stadt sorgt, brauchen wir aber einen Wechsel – und starke GRÜNE. Ich möchte wieder die großen Themen anpacken – und den Wandel in unserer Stadt politisch gestalten. Ich möchte diese Stadt grüner und gerechter machen. Ich möchte diese Stadt verändern. Und Veränderung tut auch uns gut: In den Wahlkreisen setzen wir bisher auf erfahrene Abgeordnete. Die Landesliste ist nun der Ort, Neuen die Chance zu geben, erfahrene Abgeordnete zu werden. Ich möchte frischen Wind in die Bürgerschaftsfraktion tragen, neue Perspektiven einbringen und diese Stadt mit meiner politischen Erfahrung grüner machen.
Seit vielen Jahren setze ich mich mit euch für eine alternative Politik in unserer Stadt und in unserer Partei ein. Ich möchte nun mit euch für ein starkes, grünes Ergebnis im Februar streiten. Ich möchte euch eine Stimme in der Bürgerschaft sein. Dafür bitte ich euch um euer Vertrauen.
Eure Mareike
Hier zur Bewerbung als pdf.



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