Tag Archives: Arbeit

Pressemitteilung: 10 Jahre Equal Pay Day in Deutschland – Und der Kampf geht weiter

Rund 21 Prozent beträgt in Deutschland der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern. Der Equal Pay Day, der sich hierzulande am Samstag, den 18. März 2017, zum 10. Mal jährt, führt diese Lohnlücke wieder deutlich vor Augen. 77 Tage – von Neujahr bis zum 18. März – müssten Frauen in Deutschland theoretisch umsonst weiterarbeiten, um in 2016 genauso viel verdient zu haben wie Männer. Zum zehnjährigem Jubiläum des Equal Pay Day plant die Landesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik auch dieses Jahr wieder eine Kneipentour – diesmal durch das Schanzenviertel!

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„Aufbruch“ – Selbstbestimmte Perspektiven für Frauenhausbewohnerinnen

Viele Frauen werden tagtäglich Opfer häuslicher Gewalt und ziehen infolgedessen in ein Frauenhaus oder suchen sich anderweitig Rat. Statistiken zeigen, dass jede vierte Frau in Deutschland schon einmal in ihrem Leben Gewalt durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erfahren hat. Um aus einer Gewaltbeziehung erfolgreich entfliehen zu können, bedarf es grundlegender Veränderungen, die mitunter bedeuten, dass eine Frau ihr gewohntes soziales Umfeld verlassen und sich neu orientieren muss. Voraussetzung, um sich aus einer durch Gewalt geprägten Beziehung lösen zu können, ist vor allem auch die ökonomische Unabhängigkeit. Das Ziel eines selbstbestimmten Lebens erfordert eine (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt, damit die Betroffenen wirtschaftlich unabhängig sind und somit auf eigenen Beinen stehen. Allerdings treten hierbei häufig Probleme auf. Nicht selten sind betroffene Frauen traumatisiert und haben aufgrund erlittener Gewalt mitunter auch körperliche Einschränkungen. Längere Abwesenheit auf dem Arbeitsmarkt, geringe Qualifikationen sowie sprachliche Hindernisse und die Tatsache, dass ein Großteil der Opfer alleinerziehend ist, erschwert die Situation zusätzlich. Continue reading

Pressemitteilung: Girls‘ Day 2016 – Elf Schülerinnen zu Gast in der Grünen Fraktion

Presseerklärung der GRÜNEN Bürgerschaftsfraktion vom 28. April 2016

Die Abgeordneten ins Rathaus begleiten, dem Pressesprecher über die Schulter schauen und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen mit Fragen löchern: Am Girls’ Day haben elf Schülerinnen einen Tag lang die Arbeit der Grünen Bürgerschaftsfraktion Hamburg begleitet. Sie konnten so Einblicke in den Arbeitsalltag einer Regierungsfraktion bekommen, in der Frauen Führungspositionen besetzen.

Mareike Engels, Sprecherin für Frauen- und Gleichstellungspolitik der Grünen Bürgerschaftsfraktion, erklärt:

„Mit dem Girls‘ Day konnten wir den Mädchen einen Tag lang zeigen, wie Politik funktioniert. Und nicht nur das: Sie konnten auch sehen, dass es selbstverständlich ist, dass Frauen Führungspositionen innehaben und diese auch anstreben. Dafür ist unsere Fraktion ein gutes Beispiel. Bei uns arbeiten viele Frauen in Berufen, die dem Klischee des klassischen ‚Frauen-Jobs‘ nicht entsprechen:  Acht von 14 Abgeordneten sind weiblich, eine von ihnen ist die Vizepräsidentin der Bürgerschaft, zudem haben wir eine Geschäftsführerin und eine IT-Fachfrau. Wir wollen mit dem Girls‘ Day unseren Beitrag dazu leisten, dass Mädchen ein positives Bild von Berufsfeldern abseits der herkömmlichen Geschlechterrollen vermittelt bekommen. Und wir wollen Mädchen Mut machen, sich ‚aus der Deckung‘ zu wagen und für politische Belange einzutreten. Auch möchte ich die Mädchen ermutigen, hoch qualifizierte und gute bezahlte Arbeitsstellen anzustreben. Sie sollen ihr eigenes Potenzial erkennen und selbstbewusst nutzen.“

Pressemitteilung: Neue Flüchtlingsunterkünfte in Hamburg

Presseerklärung der Grünen Bürgerschaftsfraktion vom 7. Juli 2015

Engels: „Gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern“

Immer mehr Menschen flüchten aus Krisengebieten in unsere Stadt. Die Grünen begrüßen die Schaffung neuer Unterbringungsplätze für Flüchtlinge und Obdachlose. Im ersten Halbjahr 2015 konnten bereits zwölf neue Flüchtlingsunterkünfte geschaffen werden. Insgesamt sollen 9.000 neue Plätze entstehen, von denen 4.000 bereits noch in diesem Jahr bezogen werden können.
Dazu Mareike Engels, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Unterbringung der Flüchtlinge ist eine große Aufgabe für die ganze Stadt. Damit sie gelingt, brauchen wir die Unterstützung und das Verständnis aller Hamburgerinnen und Hamburger. Wir freuen uns über das große Engagement, das zahlreiche Menschen ihren neuen Nachbarinnen und Nachbarn bereits entgegen bringen. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern, vor denen die Stadt bei den immer weiter steigenden Flüchtlingszahlen steht. Eins dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren: Die Menschen, die nach Hamburg fliehen, sind die Leidtragenden von Krieg und Verfolgung. Ihnen gilt es zu helfen und Perspektiven zu bieten. Daher sind neben der Unterbringung auch weitere Angebote in den Bereichen Schule, Gesundheit, Jugendhilfe oder Arbeitsmarkt notwendig, damit die Flüchtlinge in Hamburg auch an der Gesellschaft teilhaben können.“

In der öffentlichen Unterbringung werden neben Flüchtlingen auch wohnungslose Menschen untergebracht. Ihre Situation gerät bei der Debatte um den Ausbau der Plätze manchmal in Vergessenheit. Engels weiter: „Neben den Flüchtlingen brauchen wir auch Plätze für die Wohnungslosen in Hamburg. Sie dürfen jetzt nicht vergessen werden.“

Bewerbung um Platz 5 auf der Landesliste zur Bürgerschaftswahl 2015

GJ Header

Moin, Moin, ihr Lieben,

mit 15 Jahren habe ich meine erste Demo angemeldet und gemeinsam mit anderen Schüler_innen gegen Atomkraft und gegen den Castor-Transport demonstriert. Damals wurde mir klar, wie wichtig es ist, meine Stimme zu erheben und gemeinsam mit anderen für meine Anliegen einzutreten.

Heute erhebe ich meine Stimme für Studierende, die im Hörsaal auf der Treppe sitzen. Für Frauen, die im Frauenhaus bleiben müssen, weil sie keine bezahlbare Wohnung finden. Und für Flüchtlinge, die nach langen Strapazen ein neues Zuhause und Perspektiven brauchen.

Ich bin überzeugt: Hamburg muss es sich leisten, Rücksicht auf die Bedürfnisse aller Menschen dieser Stadt zu nehmen. Continue reading

Situation der Migrantinnen in der häuslichen Care-Arbeit in Hamburg verbessern

Beschluss des Landesausschusses der GRÜNEN Hamburg vom 15. April 2014 auf Antrag von mir.

In Deutschland arbeiten zwischen 100.000 und 150.000 MigrantInnen, zum allergrößten Teil Frauen, in der häuslichen Care-Arbeit. Sie pflegen Alte, betreuen Kinder und leben gerade im Bereich der Pflege im Haushalt der zu betreuenden Person und übernehmen dort eine 24h-Betreuung. Die Beschäftigung vieler dieser Frauen ist hinsichtlich ihres Aufenthaltsstatus seit der EU-Osterweiterung legal, aber ihre Arbeitssituation ist häufig illegal, weil das deutsche Recht nicht erlaubt, dass Menschen 24 Stunden am Stück, 7 Tage in der Woche arbeiten bzw. Bereitschaft haben. Die betreuende Tätigkeit verrichten sie meist für einige Wochen oder Monate und werden dann von einer anderen Frau abgelöst, wodurch sie stetig zwischen Heimatort und Arbeitsort pendeln. Bei eigenen Care-Verpflichtungen im Heimatland werden diese in der Abwesenheit meistens von den Großmüttern wahr genommen. Häufig arbeiten aber Frauen, die bereits in Frührente sind, davon aber nicht leben können in der Pflege. Teilweise arbeiten sie komplett irregulär, teilweise haben sie ein Entsendeunternehmen und werden über eine Agentur vermittelt. In diesem Bereich haben die Frauen aber meistens keinen Arbeitsvertrag, sondern einen Werkvertrag ohne Regelungen zu Arbeitszeit, bezahlten Urlaub oder Krankheit. Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen empfinden sich als KundInnen einer Dienstleistung, sind aber eigentlich Vorgesetzte, weil z.B. die Weisungsbefugnis bei Ihnen liegt. Damit gehen nach deutschem Recht auch Verantwortlichkeiten einher, die diese aber nicht oder kaum wahrnehmen. So sind die MigrantInnen z.B. nur schlecht oder gar nicht sozialversichert. Continue reading